17 - Wo ist der Herbst?
10 Dinge, an denen man merkt, dass einen so langsam der kanadische Winter einholt:
1. Man schläft nur noch mit 6 verschiedenen, übereinandergestapelten Decken und mit Wollmütze auf dem Kopf.
2. Man wacht morgens auf und wundert sich, was auf dem Kopfkissen so nasskalt ist und stellt fest, dass tatsächlich der eigene Atem auf dem Kissen gefrohren ist.
3. Man geht am Morgen ins Bad und wirft versehentlich den am Vortag zum Trocknen aufgehängten Badeanzug herunter. Er fällt einem auf den Fuss und man schreit vor Schmerz auf, weil dieser steifgefroren ist.
4. Man will die Zähne putzen und hat Eisklümpchen auf der Zahnbürste.
5. Man hält sich mehr bei Wal-Mart auf, als zu Hause, weil es dort viel wärmer ist.
6. Man will Geschirrspülen und merkt, dass das Wasser in der Leitung gefroren ist, anschliessend will man aufs Klo gehen und stellt fest, dass natürlich auch diese Leitung eingefrohren ist.
7. Man geht nur noch auf öffentliche Toiletten.
8. Man will das Abendessen zubereiten und bemerkt erstaunt, dass das Olivenöl weiss und hart geworden ist.
9. Man trinkt lieber die Cola aus dem Kühlschrank, als das Wasser, dass auf dem Tisch stand, weil die wärmer ist.
10. Man wacht auf und kriegt beim Blick auf das Thermometer einen ordentlichen Schock, weil die INNENtemperatur auf fast -10º C gefallen ist.

Irgendwie haben wir den Herbst verpasst. Gerade eben war noch Hochsommer und dann – ganz plötzlich und ohne Vorwarnung - stehen wir bis zum Knöchel im Schnee.
Wir waren aus Edmonton aufgebrochen, um uns die beiden großen Nationalparks Jasper und Banff anzusehen. Um die schönen Landschaften besser genießen zu können, haben wir einige kürzere Wanderungen unternommen und Wasserfälle, Stromschnellen und schöne Aussichten bewundert.

Die Städte Jasper und Banff selbst, die den jeweiligen Mittelpunkt der beiden Parks darstellen, sind eher etwas für den Urlauber mit der dickeren Geldbörse und darum haben wir dort nicht allzuviel Zeit verbracht.
Gerade sind wir in
Tiere haben wir leider nicht ganz so viele sehen können, denen war es wohl auch zu kalt, aber immerhin haben wir zwei riesige Caribou Hirsche beobachtet, wie sie in aller Seelenruhe durchs Dorf spazierten.
Nach einem kurzen Abstecher nach Calgary haben wir uns auf den Weg gen Osten gemacht, was hauptsächlich Fahren bedeutete, denn die beiden Provinzen Sasketchewan und Manitoba, durch die uns der Weg als erstes führt, wollen wir ohne längere Zwischenstopps hinter uns lassen. Etwas wirklich interessantes gibt es dort nicht zu sehen, hat man uns gesagt. So weit das Auge reicht nur Felder und Weiden, Stroh und Kühe. Darum wird das Gebiet auf "Grand Prairies" - die großen Prärien genannt. Aber uns hat es trotzdem - oder gerade deswegen - sehr gut gefallen.

Bei all der Fahrerei durch mehrere Zeitzonen in wenigen Tages, hat sich eine generelle Verwirrung bei uns eingeschlichen, wodurch wir nun irgendwie nie so genau wissen, wie spät es überhaupt ist. Daran hat man sich aber recht schnell gewöhnt, da wir ja keine festen Zeiten mehr für irgendetwas einhalten müssen.
Winnipeg, in der Provinz Manitoba und durften feststellen, dass der Slogan, den die Provinz auf ihren Autokennzeichen propagiert, nicht einfach nur dummes Geschwätz ist. Er lautet: "Friendly Manitoba" und nachdem wir, wenn wir (also eigentlich Ulrike) draußen an Bertha gearbeitet haben, so oft Hilfe angeboten bekamen, dass man fast nicht zum eigentlichen reparieren kam. Da kamen Menschen vorbei, die Hilfe bei der Reparatur anboten, Menschen, die sich mit ihrem Auto vor Bertha stellen wollten um mit ihren Scheinwerfern unseren Motorraum zu erleuchten und Menschen, die einfach nur ein kleines Schwätzen halten wollten.
Auf unserem Weg in Richtung Osten wird es gerade glücklicherweise wieder etwas milder. Nach unserem kurzen, aber heftigen, ersten Zusammenstoß mit dem Winter, hoffen wir, dass wir vielleicht doch noch etwas vom Herbst und dem berühmten Indian Summer sehen können.
Cora
1. Man schläft nur noch mit 6 verschiedenen, übereinandergestapelten Decken und mit Wollmütze auf dem Kopf.
2. Man wacht morgens auf und wundert sich, was auf dem Kopfkissen so nasskalt ist und stellt fest, dass tatsächlich der eigene Atem auf dem Kissen gefrohren ist.
3. Man geht am Morgen ins Bad und wirft versehentlich den am Vortag zum Trocknen aufgehängten Badeanzug herunter. Er fällt einem auf den Fuss und man schreit vor Schmerz auf, weil dieser steifgefroren ist.
4. Man will die Zähne putzen und hat Eisklümpchen auf der Zahnbürste.
5. Man hält sich mehr bei Wal-Mart auf, als zu Hause, weil es dort viel wärmer ist.
6. Man will Geschirrspülen und merkt, dass das Wasser in der Leitung gefroren ist, anschliessend will man aufs Klo gehen und stellt fest, dass natürlich auch diese Leitung eingefrohren ist.
7. Man geht nur noch auf öffentliche Toiletten.
8. Man will das Abendessen zubereiten und bemerkt erstaunt, dass das Olivenöl weiss und hart geworden ist.
9. Man trinkt lieber die Cola aus dem Kühlschrank, als das Wasser, dass auf dem Tisch stand, weil die wärmer ist.
10. Man wacht auf und kriegt beim Blick auf das Thermometer einen ordentlichen Schock, weil die INNENtemperatur auf fast -10º C gefallen ist.

Irgendwie haben wir den Herbst verpasst. Gerade eben war noch Hochsommer und dann – ganz plötzlich und ohne Vorwarnung - stehen wir bis zum Knöchel im Schnee.
Wir waren aus Edmonton aufgebrochen, um uns die beiden großen Nationalparks Jasper und Banff anzusehen. Um die schönen Landschaften besser genießen zu können, haben wir einige kürzere Wanderungen unternommen und Wasserfälle, Stromschnellen und schöne Aussichten bewundert.

Die Städte Jasper und Banff selbst, die den jeweiligen Mittelpunkt der beiden Parks darstellen, sind eher etwas für den Urlauber mit der dickeren Geldbörse und darum haben wir dort nicht allzuviel Zeit verbracht.
Gerade sind wir in
Tiere haben wir leider nicht ganz so viele sehen können, denen war es wohl auch zu kalt, aber immerhin haben wir zwei riesige Caribou Hirsche beobachtet, wie sie in aller Seelenruhe durchs Dorf spazierten. Nach einem kurzen Abstecher nach Calgary haben wir uns auf den Weg gen Osten gemacht, was hauptsächlich Fahren bedeutete, denn die beiden Provinzen Sasketchewan und Manitoba, durch die uns der Weg als erstes führt, wollen wir ohne längere Zwischenstopps hinter uns lassen. Etwas wirklich interessantes gibt es dort nicht zu sehen, hat man uns gesagt. So weit das Auge reicht nur Felder und Weiden, Stroh und Kühe. Darum wird das Gebiet auf "Grand Prairies" - die großen Prärien genannt. Aber uns hat es trotzdem - oder gerade deswegen - sehr gut gefallen.

Bei all der Fahrerei durch mehrere Zeitzonen in wenigen Tages, hat sich eine generelle Verwirrung bei uns eingeschlichen, wodurch wir nun irgendwie nie so genau wissen, wie spät es überhaupt ist. Daran hat man sich aber recht schnell gewöhnt, da wir ja keine festen Zeiten mehr für irgendetwas einhalten müssen.
Winnipeg, in der Provinz Manitoba und durften feststellen, dass der Slogan, den die Provinz auf ihren Autokennzeichen propagiert, nicht einfach nur dummes Geschwätz ist. Er lautet: "Friendly Manitoba" und nachdem wir, wenn wir (also eigentlich Ulrike) draußen an Bertha gearbeitet haben, so oft Hilfe angeboten bekamen, dass man fast nicht zum eigentlichen reparieren kam. Da kamen Menschen vorbei, die Hilfe bei der Reparatur anboten, Menschen, die sich mit ihrem Auto vor Bertha stellen wollten um mit ihren Scheinwerfern unseren Motorraum zu erleuchten und Menschen, die einfach nur ein kleines Schwätzen halten wollten. Auf unserem Weg in Richtung Osten wird es gerade glücklicherweise wieder etwas milder. Nach unserem kurzen, aber heftigen, ersten Zusammenstoß mit dem Winter, hoffen wir, dass wir vielleicht doch noch etwas vom Herbst und dem berühmten Indian Summer sehen können.
Cora
cora_und_uli - 17. Oktober, 20:55



















Das bisschen Haushalt macht sich von allein? Von wegen! Vor allem wenn man, wie wir gerade, sein Geld damit verdient, hinter anderen Leuten – Fremden noch dazu – herzuputzen. Der ein oder andere mag es vielleicht schon erraten haben, aber unsere neue BERUFung liegt im Bereich der Raumpflege. Kurz um im Putzen! Seit nunmehr drei Wochen sind wir als Zimmermädchen in einem der hiesigen Hotels angestellt und dürfen regelmäßig unsere Gäste mit dem freundlichen Ruf „housekeeping“ aus ihren Zimmern locken. 

Neben der Arbeit wissen wir uns unsere Zeit hier in Whitehorse aber natürlich auch gut zu vertreiben. So haben wir beispielsweise die Grillsaison eingeläutet und schon mehrmals – von Ulrike eigenhändig im Kühlfach des Supermarktes geangelte – Fische auf dem Grill zu wahrhaften Gaumenschmausen verwandelt und es uns mit diversen anderen Köstlichkeiten auf einer Wiese niedergelassen und es und so richtig gut gehen lassen.





Wir haben ihn bezwungen, den Dempster Highway. Jawohl! Wir haben zwei mal 736 km Schotterstraße in je drei Tagen befahren. Die Fahrt auf diesem Highway gilt als eine der großen Herausforderungen hier in Kanada. Auf dem Weg nach Inuvik, dem kleinen Städtchen das einsam am Ende des Highways liegt, haben wir bei strahlendem Sonnenschein den Nordpolarkreis passiert, Füchse und Dall-Schafe in freier Wildbahn beobachtet und einmalige Landschaften genossen. 








Das ist eine schlechte Kombi, die sich in Spielerkreisen leider noch nicht durchgesetzt hat. So bleibt uns nichts weiter, als es demnächst wieder mit richtiger Arbeit zu versuchen… Aber ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt! Ich habe nämlich gerade, in einem Anfall von Optimismus, eine Goldpfanne gekauft und will morgen - am "Canada Day" - meinen großen Durchbruch beim Gold-Wasch-Wettbewerb feiern. Mal sehen, ob das klappt…
immer griffbereit haben und unseren immer lauten Unterhaltungen beim Wandern, fühle ich mich ein bisschen sicherer.Leider haben wir dadurch bislang auch alle anderen Tiere erfolgreich verscheucht. Auch den ersten Sonnenbrand des Jahres haben wir uns bei dieser Gelegenheit schon geholt. Trotz des Windes brannte die Sonne in den Bergen erbarmungslos. 
Hier in Alaska ist schon ein deutlicher unterschied zu der Mentalität in Kanada zu spüren. Alles ist hier natürlich sehr amerikanisch. Als erstes fiel und aber der große Hang zu Schusswaffen auf. Nicht nur, dass es in den Supermärkten meist eine große Schusswaffenabteilung gibt, auch dass man hier gerne mal spaßeshalber aus dem Auto schießt. Das wird auf dem Highway zwar regelmäßig durch Schilder untersagt, doch die unzähligen, bereits durchlöcherten Ziele am Straßenrand sind auffällig.






Langsam müssen wir uns von Bertha trennen. Potentiell interessierte Käufer klicken
