Samstag, 25. Juli 2009

13 - Die Reife(n)prüfung

Arctic-CircleWir haben ihn bezwungen, den Dempster Highway. Jawohl! Wir haben zwei mal 736 km Schotterstraße in je drei Tagen befahren. Die Fahrt auf diesem Highway gilt als eine der großen Herausforderungen hier in Kanada. Auf dem Weg nach Inuvik, dem kleinen Städtchen das einsam am Ende des Highways liegt, haben wir bei strahlendem Sonnenschein den Nordpolarkreis passiert, Füchse und Dall-Schafe in freier Wildbahn beobachtet und einmalige Landschaften genossen.

Fuchs-und-Schaf

Zu Beginn der Fahrt erhält man einen Dempster-Highway-Pass, in dem man sich auf dem Weg an verschiedenen Stationen immer wieder Stempel abholt um jeden Schritt der Fahrt zu dokumentieren. Unterwegs trifft man immer wieder die gleichen Menschen, die alle sehr herzlich sind und mit denen man sich, da man sich auf das gleiche Abenteuer eingelassen hat, sofort irgendwie verbunden fühlt.

Das-Ende

Inuvik selbst ist nicht besonders spannend. Ein recht kleiner Ort, der irgendwie trostlos wirkt. Lange haben wir uns nicht aufgehalten, aber gelohnt hat sich die Fahrt allemal, denn es ging ja nie um das Ziel, sondern immer nur um den wunderschönen Weg dorthin.

Aussichten

Leider haben wir aber, seit unserer Ankunft in Inuvik, ein kleines Reifenproblem. Insgesamt hatten wir, auf Hin- und Rückfahrt, vier platte Reifen. Zwei davon konnten ganz einfach wieder geflickt werden, für einen haben wir den Ersatzreifen genommen und einen haben wir neu gekauft.

FireweedDa wir zu genau diesem Anlass herausgefunden haben, dass unsere Reifen- und Felgengröße gar nicht mehr hergestellt wird, standen wir also vor einem Problem. Unser neuer Reifen hat nun eine andere Größe. Jetzt brauchen wir nur noch 5 andere – natürlich gebrauchte – in der gleichen Größe. Das Gute daran ist, dass wir nun Reifen, sogar an einem großen Wohnmobil wie Bertha, mit Zwillingsreifen an der Hinterachse, im Schlaf wechseln können.
HoernchenDa wir jetzt aber auch keinen Ersatzreifen mehr haben, mussten wir spontan unseren Reiseplan ändern und die nächste größere Stadt ansteuern, was in unserem Fall Whitehorse war. Nun denkt sich der aufmerksame Leser sicher: „Whitehorse? Moment! Da waren sie doch schon mal, oder?“ Richtig, da waren wir schon. Da Whitehorse aber ein Paradies für Touristen ist, vor allem für deutsche, und dort gerade Hochsaison ist, hoffen wir hier nicht nur Reifen, sondern auch einen Job zu finden, mit dem wir sie bezahlen können.

Was die Suche nach einem Job angeht, waren wir zumindest schon mal einigermaßen erfolgreich. Da wir dort aber nur drei bis vier Tage die Woche arbeiten können, sind wir noch immer auf der Suche nach einem zweiten. Womit wir unsere Brötchen nun seit neuestem verdienen, dazu mehr im nächsten Bericht, wenn wir schon ein paar Tage Berufserfahrung sammeln konnten.

Schlittenfahren

Schalten Sie also auch das nächste mal wieder ein, wenn es dann heißt:
Schwing den Mopp und heb das Bein,
sauber muss die Bude sein!

Cora

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