18 - Go East
Liebe Fans,
Was ist los mit euch? Seid ihr schon im Winterschlaf, oder habt ihr kollektiv so was wie Fingerstarre? Wieso schreibt uns eigentlich gar niemand mehr???
Da saugt man sich den letzten grammatikalischen Saft aus den Gehirnwindungen und kriegt absolut keine Reaktion... Man, man, man - das nenn ich mal undankbar. Für was haben wir diese Homepage schließlich?! Um euch - werte Zurückgebliebene - an unserem spannenden Leben teilhaben zu lassen. Und wir wissen noch nicht einmal, ob ihr überhaupt noch lebt... Das wäre im Übrigen die einzige akzeptable Entschuldigung.
Also - nun ist Schluss mit dem lethargischen Spannen und dem einseitigen Schreiben; ich will endlich wieder ein paar Lebenszeichen sehen!

Bei uns hat sich seit dem letzten Eintrag auch einiges getan. Nach der Eiszeit (mit zum Teil -17 Grad Nachttemperatur) kam der Herbst und wir genießen ihn solange es noch geht. Wir sind nun im wunderschönen Ontario angekommen. Es ist kein Wunder, warum hier ein so großer Teil der Kanadier lebt. Immer wieder glasklare Seen, deren Größe zwischen Kategorie Gartenteich und der Größe von Deutschland variieren; damit meine ich natürlich den Lake Superior. Für die Fahrt von dessen einem Ende im Westen, bis zum anderen Ende im Osten, haben wir allein schon 3 Tage gebraucht. Ok, mit unserer Turbo-Bertha und unseren obligatorischen Touriepausen - die wegen vieler geschlossener Einrichtungen immer spärlicher werden - ist das vielleicht nicht so aussagekräftig, doch vielleicht kann man dadurch ein bisschen mehr von dessen Größe erahnen. Ich persönlich komme mir ja über lange Strecken hinweg vor wie am Meer, da man selbst bei besten Sichtverhältnissen kein Land am Horizont sehen kann (auch nicht mit Fernglas).
Irgendwo auf der Stecke hat Cora dann auch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von der Provinz Ontario bekommen. Wir haben nämlich an dem sauschweren Wettbewerb "Canadas Best Tourie 2009" teilgenommen. Über 138 Fragen zu den Themen Land, Leute, Umweltschutz, heimische Tier- und Pflanzenwelt, Ureinwohner und Klimawandel mussten wir so schnell wie möglich beantworten und der Sieger konnte dann eine Straße gewinnen. Tja - die kann man zwar dann nicht mit nach Hause nehmen, doch man kann immer damit angeben, dass eine Straße in Kanada nach einem benannt wurde. Und was soll ich noch sagen, außer, dass Cora es irgendwie geschafft hat, bei mir abzuschreiben und trotzdem die schnellere Zeit zu haben. Ärgerlich, aber nun hat sie ihren "Cora Drive"!
So, oder auch ganz anders könnte es gewesen sein.

Auf unserer Reise gen Osten haben wir nun endgültig der großen Einsamkeit, den unberührten Naturabschnitten und den langen Strecken ohne Zivilisation den Rücken gekehrt. Mit dem Durchfahren von Ontario sind wir nun, wie bereits erwähnt, im bevölkerungsreichsten Teil Kanadas angekommen. Ottawa, Montréal und Québec warten noch von uns entdeckt zu werden, doch eine Megastadt haben wir bereits erobert: Toronto. Alle haben uns gewarnt bloß nicht mit Big Bertha in die Stadt zu fahren, und so haben wir unsere alte Lady 20km entfernt von Downtown (aber natürlich schon längst in der Stadt) bei einer Mall geparkt und die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Das war auch ziemlich clever, denn die U-Bahn ist super billig und die Nachtbusse befahren durchgehend die ganze Stadt. Natürlich mussten wir das nutzen und haben uns einen 3-Punkte-Plan ausgearbeitet:
Punkt 1: der begeisterungsfähige Tourie:
Nachdem ich mich im Vorfeld eingehend via Reiseführer belesen habe, und auch Cora ein paar kurze Stichpunkte näher bringen konnte, ohne sie mit Details zu sehr zu langweilen, plünderten wir die Reisekasse und fuhren mit dem Aufzug zur Besichtigungsplattform des CN-Towers, des mit 553m hoechsten Gebäudes der Welt. Anschließend bestiegen wir einen Doppeldeckerbus und saugten auch noch all die anderen Sehenswürdigkeiten in uns auf. Die Stadt hat's wirklich in sich! Riesig groß, hektisch, aber immer noch mit liebenswerten Wohngebieten. Ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationen, in welchem aber das Miteinander toll zu funktionieren scheint. Wirklich sehr beeindruckend!

Punkt 2: der konsumfreudige Tourie:
Diese Stadt hat nicht nur oberirdisch viel zu bieten, sondern sie lebt auch unterirdisch. Nachdem es hier länger kalt als warm ist, haben sich die Architekten viel Mühe gegeben einen Großteil der Innenstadt (26km) durch unterirdische Tunnel so miteinander zu verbinden, dass man im Warmen von einem Gebäude zum nächsten gelangen kann. Und damit einem auf dem Weg nicht langweilig wird, oder man gar Hunger leiden muss, sind dort überall links und rechts Einkaufsmöglichkeiten, die auch bereitwillig genutzt werden.
Punkt 3: der nachtaktive Tourie:
Wir hatten das Glück am Wochenende in Toronto zu sein, und nachdem wir während unseres Aufenthalts selten die Möglichkeit hatten auszugehen, war nun die Gelegenheit gekommen. Am Freitag gingen wir tanzen, doch in Zukunft müssen wir uns auch dafür im Vorfeld etwas mehr informieren. Der Grund ist, dass sogar Cora - die gerade mal 27 wurde - sich schon "alt" fühlen musste. Sehr bedenklich, aber mir kann das mit meinen 32 nur recht sein.

Als wir dann später mit dem Nachtbus nach Hause fuhren, gab's dann auch gleich eine Auseinandersetzung in kanadischer Manier: Hier schlagen sich die Jungs nicht - nein, hier machen sie doofe Witze, drohen und rufen im Anschluss gleich laut nach der Polizei. Sehr lustig war dann, als ein unbeteiligter den gesamten Bus anstiftete mit ihm im Chor zu schreien, dass einer der Typen aus dem Bus fliegen soll. Hat nicht ganz geklappt, aber der Busfahrer hat irgendwann die Nerven verloren,
ist mit Warnblinklicht rechts rangefahren und hat verkündet, dass sein Bus nun leider "out of order" ist und wir den nächsten nehmen sollen. Da erlebste was...
Am nächsten Tag war Halloween und da mussten wir natürlich auch wieder in die Stadt. Später hätten wir uns am liebsten in den Allerwertesten gebissen, dass wir den Foto vergessen haben. Die komplette Church Street war für ein Straßenfest der besonderen Art gesperrt. Hunderte Maskierter und Schaulustiger säumten die Straße. Von überall her drang Musik und alle waren in Feierstimmung. Eine tolle Atmosphäre!

Tags darauf haben wir uns auf den Weg zu den Niagara Fällen gemacht. Die sind gerade mal 130km von Toronto entfernt und das bedeutet auf kanadisch quasi in Greifweite. An der Touristenatraktion selbst kann man nur mit einem prall gefüllten Geldbeutel parken, von daher haben wir für unsere Bertha einen Parkplatz 5km abseits gesucht und die Räder abgespannt. Bei strahlendem Sonnenschein radelten wir dann am Erie See in Richtung Stadt – dem immer lauter werdenden Donnern entgegen.

Mitte November ist auch eine super Zeit, um sich ein Naturschauspiel anzusehen, welches jährlich mehr als 12 Millionen Menschen besuchen. Wir konnten ungestört den Blick von jedem beliebigen Punkt schweifen lassen und haben selbst einen kleine Exkursion hinter die Wasserfälle unternommen. Da bekommt am am besten ein Gefühl für die Kraft, mit der das Wasser hier die 54m in die Tiefe stürzt. Ist schon sehr beeindruckend.

Was aber im starken Kontrast dazu steht, ist die Stadt, die sich drum herum gebildet hat. Am besten kann man sich den Ort wie eine Kreuzung aus Las Vegas und Disney World vorstellen. 1000 blinkende, bunte Lichter und dröhnende Lautsprechermusik sollen die Besucher in verschiedene Spielhallen, 4D-Kinos, Lokale und Bars locken. Das ist nicht unbedingt das, was wir mit einem Naturschauspiel in Verbindung gebracht haben... aber die Leute scheinen es zu mögen.
Was uns betrifft, wir befinden uns nicht nur im kanadischen Herbst, sondern auch im Herbst unseres Urlaubes. 9 spannende Monate sind vergangen und die letzten 3 Monate stehen uns noch
bevor. Da macht man sich schon mal Gedanken, was da noch kommt und wie man die Aufgaben meistern könnte. Der Moment, vor dem wir uns jetzt schon fürchten, ist der, an dem sich die Wege von Big Bertha und uns trennen. Durch die Höhen und Tiefen, und die tausenden von Meilen, die wir zusammen gefahren sind haben wir die alte Lady wirklich lieben gelernt und können und wollen uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie jedoch mit nach Deutschland zu nehmen, und sie dort TÜV-tauglich zu bekommen... ich erinnere mich an den Auspuff, den wir ganz am Anfang irgendwo verloren haben, die Kühlerflüssigkeit, die sich nach jeder Fahrt auf den Parkplatz ergießt, die Olivendose, die die Servolenkungsflüssigkeit auffängt, oder auch den Stoßdämpfer, den ich mit Schrauben aus dem Baumarkt irgendwie wieder festgeschraubt hab... ach ja; kurz und gut: es wäre ein teurer Spaß, um nicht sogar zu sagen unbezahlbar.
Die Lösung des Problems erhoffen wir uns in schnellem Reichtum. Deshalb spielen Cora und ich nun alle 14 Tage Lotto. Wir haben Bertha versprochen, dass wir sie mitnehmen, wenn wir im Lotto gewinnen und sie via "pimp my ride" zu einem Motorhome der Superlative umstylen lassen. Also- Daumen drücken!

Und noch eine Info am Schluss: Cora hat keinen Mühen gescheut, um euch, werten Lesern, den Verlauf unserer Reise auch visuell noch etwas besser zu veranschaulichen. Auf unsere Kanadakarte (oben links auf der Homepage) erkennt ihr nun ganz einfach unsere bisherige Reiseroute und unseren aktuellen Standort. Am besten schaut ihr es euch gleich einmal an.
Also ihr Lieben, haut in die Tasten und drückt uns die Daumen!
Liebste Grüße aus der Ferne,
eure Uli
Was ist los mit euch? Seid ihr schon im Winterschlaf, oder habt ihr kollektiv so was wie Fingerstarre? Wieso schreibt uns eigentlich gar niemand mehr???
Da saugt man sich den letzten grammatikalischen Saft aus den Gehirnwindungen und kriegt absolut keine Reaktion... Man, man, man - das nenn ich mal undankbar. Für was haben wir diese Homepage schließlich?! Um euch - werte Zurückgebliebene - an unserem spannenden Leben teilhaben zu lassen. Und wir wissen noch nicht einmal, ob ihr überhaupt noch lebt... Das wäre im Übrigen die einzige akzeptable Entschuldigung.
Also - nun ist Schluss mit dem lethargischen Spannen und dem einseitigen Schreiben; ich will endlich wieder ein paar Lebenszeichen sehen!

Bei uns hat sich seit dem letzten Eintrag auch einiges getan. Nach der Eiszeit (mit zum Teil -17 Grad Nachttemperatur) kam der Herbst und wir genießen ihn solange es noch geht. Wir sind nun im wunderschönen Ontario angekommen. Es ist kein Wunder, warum hier ein so großer Teil der Kanadier lebt. Immer wieder glasklare Seen, deren Größe zwischen Kategorie Gartenteich und der Größe von Deutschland variieren; damit meine ich natürlich den Lake Superior. Für die Fahrt von dessen einem Ende im Westen, bis zum anderen Ende im Osten, haben wir allein schon 3 Tage gebraucht. Ok, mit unserer Turbo-Bertha und unseren obligatorischen Touriepausen - die wegen vieler geschlossener Einrichtungen immer spärlicher werden - ist das vielleicht nicht so aussagekräftig, doch vielleicht kann man dadurch ein bisschen mehr von dessen Größe erahnen. Ich persönlich komme mir ja über lange Strecken hinweg vor wie am Meer, da man selbst bei besten Sichtverhältnissen kein Land am Horizont sehen kann (auch nicht mit Fernglas).
Irgendwo auf der Stecke hat Cora dann auch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von der Provinz Ontario bekommen. Wir haben nämlich an dem sauschweren Wettbewerb "Canadas Best Tourie 2009" teilgenommen. Über 138 Fragen zu den Themen Land, Leute, Umweltschutz, heimische Tier- und Pflanzenwelt, Ureinwohner und Klimawandel mussten wir so schnell wie möglich beantworten und der Sieger konnte dann eine Straße gewinnen. Tja - die kann man zwar dann nicht mit nach Hause nehmen, doch man kann immer damit angeben, dass eine Straße in Kanada nach einem benannt wurde. Und was soll ich noch sagen, außer, dass Cora es irgendwie geschafft hat, bei mir abzuschreiben und trotzdem die schnellere Zeit zu haben. Ärgerlich, aber nun hat sie ihren "Cora Drive"!
So, oder auch ganz anders könnte es gewesen sein.

Auf unserer Reise gen Osten haben wir nun endgültig der großen Einsamkeit, den unberührten Naturabschnitten und den langen Strecken ohne Zivilisation den Rücken gekehrt. Mit dem Durchfahren von Ontario sind wir nun, wie bereits erwähnt, im bevölkerungsreichsten Teil Kanadas angekommen. Ottawa, Montréal und Québec warten noch von uns entdeckt zu werden, doch eine Megastadt haben wir bereits erobert: Toronto. Alle haben uns gewarnt bloß nicht mit Big Bertha in die Stadt zu fahren, und so haben wir unsere alte Lady 20km entfernt von Downtown (aber natürlich schon längst in der Stadt) bei einer Mall geparkt und die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Das war auch ziemlich clever, denn die U-Bahn ist super billig und die Nachtbusse befahren durchgehend die ganze Stadt. Natürlich mussten wir das nutzen und haben uns einen 3-Punkte-Plan ausgearbeitet:
Punkt 1: der begeisterungsfähige Tourie:
Nachdem ich mich im Vorfeld eingehend via Reiseführer belesen habe, und auch Cora ein paar kurze Stichpunkte näher bringen konnte, ohne sie mit Details zu sehr zu langweilen, plünderten wir die Reisekasse und fuhren mit dem Aufzug zur Besichtigungsplattform des CN-Towers, des mit 553m hoechsten Gebäudes der Welt. Anschließend bestiegen wir einen Doppeldeckerbus und saugten auch noch all die anderen Sehenswürdigkeiten in uns auf. Die Stadt hat's wirklich in sich! Riesig groß, hektisch, aber immer noch mit liebenswerten Wohngebieten. Ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationen, in welchem aber das Miteinander toll zu funktionieren scheint. Wirklich sehr beeindruckend!
Punkt 2: der konsumfreudige Tourie:
Diese Stadt hat nicht nur oberirdisch viel zu bieten, sondern sie lebt auch unterirdisch. Nachdem es hier länger kalt als warm ist, haben sich die Architekten viel Mühe gegeben einen Großteil der Innenstadt (26km) durch unterirdische Tunnel so miteinander zu verbinden, dass man im Warmen von einem Gebäude zum nächsten gelangen kann. Und damit einem auf dem Weg nicht langweilig wird, oder man gar Hunger leiden muss, sind dort überall links und rechts Einkaufsmöglichkeiten, die auch bereitwillig genutzt werden.
Punkt 3: der nachtaktive Tourie:
Wir hatten das Glück am Wochenende in Toronto zu sein, und nachdem wir während unseres Aufenthalts selten die Möglichkeit hatten auszugehen, war nun die Gelegenheit gekommen. Am Freitag gingen wir tanzen, doch in Zukunft müssen wir uns auch dafür im Vorfeld etwas mehr informieren. Der Grund ist, dass sogar Cora - die gerade mal 27 wurde - sich schon "alt" fühlen musste. Sehr bedenklich, aber mir kann das mit meinen 32 nur recht sein.

Als wir dann später mit dem Nachtbus nach Hause fuhren, gab's dann auch gleich eine Auseinandersetzung in kanadischer Manier: Hier schlagen sich die Jungs nicht - nein, hier machen sie doofe Witze, drohen und rufen im Anschluss gleich laut nach der Polizei. Sehr lustig war dann, als ein unbeteiligter den gesamten Bus anstiftete mit ihm im Chor zu schreien, dass einer der Typen aus dem Bus fliegen soll. Hat nicht ganz geklappt, aber der Busfahrer hat irgendwann die Nerven verloren,
ist mit Warnblinklicht rechts rangefahren und hat verkündet, dass sein Bus nun leider "out of order" ist und wir den nächsten nehmen sollen. Da erlebste was...Am nächsten Tag war Halloween und da mussten wir natürlich auch wieder in die Stadt. Später hätten wir uns am liebsten in den Allerwertesten gebissen, dass wir den Foto vergessen haben. Die komplette Church Street war für ein Straßenfest der besonderen Art gesperrt. Hunderte Maskierter und Schaulustiger säumten die Straße. Von überall her drang Musik und alle waren in Feierstimmung. Eine tolle Atmosphäre!

Tags darauf haben wir uns auf den Weg zu den Niagara Fällen gemacht. Die sind gerade mal 130km von Toronto entfernt und das bedeutet auf kanadisch quasi in Greifweite. An der Touristenatraktion selbst kann man nur mit einem prall gefüllten Geldbeutel parken, von daher haben wir für unsere Bertha einen Parkplatz 5km abseits gesucht und die Räder abgespannt. Bei strahlendem Sonnenschein radelten wir dann am Erie See in Richtung Stadt – dem immer lauter werdenden Donnern entgegen.

Mitte November ist auch eine super Zeit, um sich ein Naturschauspiel anzusehen, welches jährlich mehr als 12 Millionen Menschen besuchen. Wir konnten ungestört den Blick von jedem beliebigen Punkt schweifen lassen und haben selbst einen kleine Exkursion hinter die Wasserfälle unternommen. Da bekommt am am besten ein Gefühl für die Kraft, mit der das Wasser hier die 54m in die Tiefe stürzt. Ist schon sehr beeindruckend.

Was aber im starken Kontrast dazu steht, ist die Stadt, die sich drum herum gebildet hat. Am besten kann man sich den Ort wie eine Kreuzung aus Las Vegas und Disney World vorstellen. 1000 blinkende, bunte Lichter und dröhnende Lautsprechermusik sollen die Besucher in verschiedene Spielhallen, 4D-Kinos, Lokale und Bars locken. Das ist nicht unbedingt das, was wir mit einem Naturschauspiel in Verbindung gebracht haben... aber die Leute scheinen es zu mögen.
Was uns betrifft, wir befinden uns nicht nur im kanadischen Herbst, sondern auch im Herbst unseres Urlaubes. 9 spannende Monate sind vergangen und die letzten 3 Monate stehen uns noch
bevor. Da macht man sich schon mal Gedanken, was da noch kommt und wie man die Aufgaben meistern könnte. Der Moment, vor dem wir uns jetzt schon fürchten, ist der, an dem sich die Wege von Big Bertha und uns trennen. Durch die Höhen und Tiefen, und die tausenden von Meilen, die wir zusammen gefahren sind haben wir die alte Lady wirklich lieben gelernt und können und wollen uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie jedoch mit nach Deutschland zu nehmen, und sie dort TÜV-tauglich zu bekommen... ich erinnere mich an den Auspuff, den wir ganz am Anfang irgendwo verloren haben, die Kühlerflüssigkeit, die sich nach jeder Fahrt auf den Parkplatz ergießt, die Olivendose, die die Servolenkungsflüssigkeit auffängt, oder auch den Stoßdämpfer, den ich mit Schrauben aus dem Baumarkt irgendwie wieder festgeschraubt hab... ach ja; kurz und gut: es wäre ein teurer Spaß, um nicht sogar zu sagen unbezahlbar. Die Lösung des Problems erhoffen wir uns in schnellem Reichtum. Deshalb spielen Cora und ich nun alle 14 Tage Lotto. Wir haben Bertha versprochen, dass wir sie mitnehmen, wenn wir im Lotto gewinnen und sie via "pimp my ride" zu einem Motorhome der Superlative umstylen lassen. Also- Daumen drücken!

Und noch eine Info am Schluss: Cora hat keinen Mühen gescheut, um euch, werten Lesern, den Verlauf unserer Reise auch visuell noch etwas besser zu veranschaulichen. Auf unsere Kanadakarte (oben links auf der Homepage) erkennt ihr nun ganz einfach unsere bisherige Reiseroute und unseren aktuellen Standort. Am besten schaut ihr es euch gleich einmal an.
Also ihr Lieben, haut in die Tasten und drückt uns die Daumen!
Liebste Grüße aus der Ferne,
eure Uli
cora_und_uli - 6. November, 17:55
Svenja (Gast) - 19. November, 21:33
Lebenszeichen
Hey-Ho!
So dann will ich mal nen kleinen Text verfassen.
Ihr habt ja schon echt super viel erlebt und die Bilder sind der absolute hammer!
Auch wen ich schon lange nichts mehr geschrieben habe schaue ich in regelmäßigen abständen auf eurer Seite und finde es klasse was ihr so alles macht!
Bei mir ist das leben nicht ganz so spannend;-) aber bei der Reha gibt es auch durchaus verrükte leute!( Mich mit eingeschlossen*g)
Freue mich auf euern nächsten Bericht, bis dahin ein paar schöne tage und gaaaaanz liebe grüße aus der Ferne :-)
Svenja
So dann will ich mal nen kleinen Text verfassen.
Ihr habt ja schon echt super viel erlebt und die Bilder sind der absolute hammer!
Auch wen ich schon lange nichts mehr geschrieben habe schaue ich in regelmäßigen abständen auf eurer Seite und finde es klasse was ihr so alles macht!
Bei mir ist das leben nicht ganz so spannend;-) aber bei der Reha gibt es auch durchaus verrükte leute!( Mich mit eingeschlossen*g)
Freue mich auf euern nächsten Bericht, bis dahin ein paar schöne tage und gaaaaanz liebe grüße aus der Ferne :-)
Svenja
cora_und_uli - 21. November, 20:32
Hallo Svenja,
mensch, auf euch ist echt Verlass! Kaum haut man mal ordentlich auf den Putz und schon kriegt man wieder ein Lebenszeichen; so muss das laufen! Vielen Dank dafuer.
Und was heisst hier, dass bei dir nix passiert!? Wie war die OP, wer hat dich mit dem Rolli in den Park geschoben und was geht bei der Reha?! Ich will ausfuehrlich von allen Geruechten und Intriegen hoeren und bitte halt dich nicht zu kurz...
Liebe Gruesse und halt die Ohren steif,
Uli
PS: Falls es wirklich da gar nix geben sollte, erteile ich dir hiermit die Erlaubniss ein paar Geruechte ueber die anderen Patienten in die Welt zu setzen- irgendjemand muss den Stein ja schliesslich ins rollen bringen ;o)
mensch, auf euch ist echt Verlass! Kaum haut man mal ordentlich auf den Putz und schon kriegt man wieder ein Lebenszeichen; so muss das laufen! Vielen Dank dafuer.
Und was heisst hier, dass bei dir nix passiert!? Wie war die OP, wer hat dich mit dem Rolli in den Park geschoben und was geht bei der Reha?! Ich will ausfuehrlich von allen Geruechten und Intriegen hoeren und bitte halt dich nicht zu kurz...
Liebe Gruesse und halt die Ohren steif,
Uli
PS: Falls es wirklich da gar nix geben sollte, erteile ich dir hiermit die Erlaubniss ein paar Geruechte ueber die anderen Patienten in die Welt zu setzen- irgendjemand muss den Stein ja schliesslich ins rollen bringen ;o)

Langsam müssen wir uns von Bertha trennen. Potentiell interessierte Käufer klicken

wie?
ich bin mir ganz sicher, dass du dieses Weihnachten- bestimmt anders- aber ganz nach deinem Geschmack verbringen wirst. Unsere gute alte Tradition (solange ich dich noch irgendwie dazu zwingen kann) koennen wir ja dann 2010 wiederbeleben ;0)
Ja und sonst sind wir wirklich schon ziemlich weit, doch ein bisschen Zeit bleibt noch, um auch den Norden und Sueden des Ostens zu erkunden...
Sag mal, hattest du nicht auch einen "Bekannten" der aus Kitchener oder der Ecke kam?! Wir sind dort naemlich auch ein bisschen durch die Gegend gestreift und mir war so, als waer da was gewesen...
Bis die Tage und liebe Gruesse,
Uli
kitchener
er ist taxi fahrer. hat inzwischen frau und kind aber wir sind immer noch in kontakt. die adresse seiner mum: 410 manchester Road - er wohnt da irgendwo in der nähe. hat sich ein häuschen gekauft. er ist sehr nett und wenn ihr da vorbeischuaen wollt, richtet ihm grüsse aus von mir aus und macht ein paar fotos für mich. und fragt ihm wo es die besten chicken wings gibt, der hat da ne tolle adresse. ne aktuelle nummer hab ich leider nicht, aber ne e-mail adresse von seinem vater, der deutschstämmig ist und sich immer freut deutsch zu sprechen: IBondar@aol.com (ivan bondareko). fragt den doch nach der adresse von timmi. ha ja. aber wahrscheinlich seid ihr jetzt eh schon durch. oh wie schön ist canada.
In der Tat...
Liebe Gruesse,
Uli